Kategorie(n): Aus dem Leben
Gestern abend bin ich mit meinem Bruder und seiner Freundin in einer kleinen Spielunke am Flensburger Hafen versackt. Die Livemusik zwischen Swing, Jazz und Blues klang eigenartig aber gut. Als ich da so saß und die Musik über mich herein brechen ließ und gedankenversunken meinen Tequila Sunrise schlürfte während ich durch’s Fenster auf Wogen des Hafenbeckens bei Abendlicht starrte, da dachte ich: Hier gehöre ich hin. Und tatsächlich. Die Luft ist hier auch viel schöner. Seit ich hier bin, habe ich beim Atmen das Gefühl, dass mir die Lunge wegen Sauerstoff-Overflow aus der Brust platzt. Ich überlege gerade ernsthaft, ob ich jemals wieder nach Karlsruhe zurück fahre.
Moment… Ich wäge es mal kurz gegeneinander ab:
Flensburg – Gemütliche Hafenstadt mit Meerflair und frischer Luft. Fröhliche aufgeschlossene natürliche und freundliche Menschen egal wo man hin geht. Nationalgerichte und -getränke sind hier immer etwas anders, deftig und lustig. Dieses Wochenende habe ich sogar etwas Neues gefunden, was ich noch gar nicht kannte: “Angler Muck“. Was ist das? Naja, das muss etwas sein, dass man ausschenkt um seine Gäste auf einer Feier zu verjagen. Inhaltstoffe: 50% Korn, 50% warmes Leitungswasser plus ordentlich Zucker und Zitronensaft. x_X
Karlsruhe – Die Luft ist garstig. Dort wird sogar ein neues Kohlekraftwerk gebaut. Flair hat Karlsruhe nach meinem Empfinden nicht. Viele Badenser (Hihihihi… wieder einen Haufen Leute auf die Palme gebracht.)
sind die Muffelköppe in Person. Baden und Schwaben streiten sich wer den hässlicheren Slang spricht. Aber im Grunde sind der schwäbische Slang und der badische Slang gleich hässlich. (Hihihihi… Mobbing-Day!)
Nationalgerichte… Hmmm… Maultaschen… Schmecken mir nicht. Als leidenschaftlicher American-Style-Pizza-Esser behaupte ich: Die Pizza im Süden ist zu dünn. Achja… Irgendwie kippen die Badenser (Hihihihi!) überall Essig rein. Das finde ich auch widerlich. Es stinkt und schmeckt nicht. Gemütlichkeit hat Karlsruhe irgendwie überhaupt nicht. Nein, Karlsruhe ist meiner Meinung nur eine große Stadt aber kein Zuhause. Der Slogan der Stadt ist “Viel davor. Viel dahinter.” Das alleine schon verstehe ich so, dass in der Stadt selbst nichts ist. Stimmt auch irgendwie, denke ich.
Tags: Flensburg, Heimat, Karlsruhe, Städte, Vergleich
Kategorie(n): Aus dem Leben
Ich hab heute eine Fahrradtour gemacht. Mit’m Daniel. Er hat 2 Fahrräder und hat mich spontan mitgenommen. Ich muss sagen: Vielleicht ist es hier in Karlsruhe doch gar nicht so schlimm. Zumindest wenn man mal aus der schmuddeligen Stinkestadt raus kommt und ein wenig ins Grüne fährt. Auch wenn es ein wenig kalt war, war es mal etwas Anderes als vor der heimischen Hardware abzunerden.
Zwar musste ich mich von meinen Experimenten mit Apache Wicket trennen und die Remote-Administration von dem PC meiner Mutter mal liegen lassen, aber so ein Angebot gibt’s ja auch nicht alle Tage.
Wir sind am Hafen und am Rheinstrandbad entlang gefahren, haben das neue Kohlekraftwerk gesehen, das sich aktuell noch im Bau befindet, haben an unterschiedlichen Seen pausiert und jede Menge Waldweg abgeradelt und sind dann über Rheinstetten zurück gefahren. Wenn ich es mir genau überlege, dann brauche ich auch mal wieder ein neues eigenes Fahrrad. So’n schickes Scott Bike wie der Daniel. Oder auch gerne so ein City Bike (wie das was der Daniel mir mir geliehen hatte). Nachdem meine Mutter mein Fahrrad großzügig und ohne zu fragen mein schönes Mountainbike an meinen Cousin verschenkt hat, sollte ich mich mal auf die Suche nach was Neuem machen.
Tags: Fahrrad, Karlsruhe, Kurztripps
Kategorie(n): Aus dem Leben, Karlsruhe, Lokales
Seit September 2006 wohne ich jetzt in Karlsruhe. Und seit dem war ich noch nie am Rhein. Bis heute. Diesen peinlichen Mißstand habe ich heute aus der Welt geschafft. Ich habe mir ein paar Stunden Zeit genommen und bin Fuß dem Verlauf der Alb mitten durch die Natur bis zum Rhein gefolgt. “Maxau” heißt die Gegend wo ich hinmarschiert bin. Und so stand ich dort… Zum ersten Mal am Rhein… Irgendwie hatte ich mir den Rhein größer bzw. breiter vorgestellt. Schließlich ist er eine von Deutschlands bekanntesten Wasserstraßen. Im Grunde ist das Ding nur eine kleine Regenrinne auf der deutschen Landkarte. Als ehemaliger Küstenbewohner erwartet man scheinbar mehr (bzw. Meer) vom Wasser.
Hier die Beweisfotos von meiner HandyCam:
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Der Rhein
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Irgendeine Brücke am Rhein
Da fällt mir auf: Verdammt! Ich bin gar nicht auf den Bildern. Damit ist die Beweiskraft wohl eher zweifelhaft. Aber egal. Glaubt es oder lasst es bleiben.
Tags: Karlsruhe, Natur, Rhein